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In der Meißner Porzellanfabrik gibt es eine Ausstellung zum gesamten Produktionsablauf. Wenn man diese Ausstellung sehen will, muss man eine Eintrittskarte kaufen, die wirklich nicht billig war – ich habe allerdings vergessen, wie viel es gekostet hat. Mit meinem Besuch in Deutschland hat sich mein Eindruck von den Deutschen wirklich enorm verändert. Zuvor kamen meine Eindrücke von dem, was ich in Büchern und in der Zeitung gelesen hatte, tatsächlich ist eine Menge davon Blödsinn. Ein Eindruck hat sich besonders verstärkt, nämlich das die Deutschen sich sehr gut darauf verstehen, wie man Profit macht. Sie haben fast alle Orte, die für eine Ausstellung geeignet sind, in eine solche umgebaut. So zum Beispiel der Ablauf einer Kfz-Montage (darüber spreche ich später), die früheren Wohnorte berühmter Persönlichkeiten, die Residenzen von Königen und viele weitere, sie alle werden zu Profit gemacht, die Eintrittspreise sind hoch.
Der in der Ausstellung gezeigte Herstellungsprozess ist ehrlich gesagt sehr simpel. Er ist in mehrere Schritte aufgeteilt, jeder Schritt wird von je einer Person in je einem Raum veranschaulicht. Es dauert auch nicht lange. Für mich war die chinesische Erklärung besonders nützlich. Ein Kopfhörer übermittelt alle Informationen. In Deutschland ist mir so etwas zum ersten Mal begegnet. Wahrscheinlich wird auch hier vom Glanz des chinesischen Porzellans profitiert. Wie man hört, verdankt das Meißner Porzellan seinen Weltruhm noch einem anderen Umstand. Zur selben Zeit wurde in Europa der Kaffee eingeführt. Porzellan und Kaffee – ein Paar wie füreinander geschaffen, Meißner Porzellan produzierte eine große Menge Kaffeegeschirr, welches mit Kaffee gefüllt in den Haushalten Europas Einzug hielt. So wurde Kaffee ein Muss im Alltagsleben der Menschen in Europa.
Die Verkaufszahlen von Meißner Porzellan sind sehr gut, Menschen aus aller Welt kommen zum Shoppen hier her. Ganz besonders die Reichen und Berühmten. Die Menschen sind sehr stolz auf ihre Meißner Porzellan. Es kommen auch viele Japaner, um Meißner Porzellan zu kaufen – sie ziehen es vor, nach Europa zu fliegen, statt in die Hauptstadt des Porzellans Jingdezhen zu fahren. Eine klare Niederlage für das chinesische Porzellan. Ach ja, ich hätte mir in Meißen auch gerne ein bisschen Porzellan gekauft, aber die Preise auf dem Ladentisch haben mich vor Schreck davon laufen lassen.
Meißen ist zwar nicht groß, aber man kann hier wirklich Spaß haben. Wenn man ein Fotonarr ist, trifft man hier auf viele interessante Motive. Die Deutschen legen sehr viel Wert auf ihre Wohnverhältnisse, weit mehr, als ich erwartet hätte.
Genug für heute, es ist spät, bald 3 Uhr morgens. Müde. Ich kann den Text nicht mehr überprüfen. Fehler bitte ich zu entschuldigen, weist mich darauf hin.
(Fortsetzung folgt)
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