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Ich habe DD verlassen und bereise gerade andere Gegenden Europas. Weil ich nicht regelmäßig ins Internet kann und nicht genügend Zeit und Energie habe ausführlicher zu schreiben, ist mein Blog zurzeit unvollständig. Darum bitte ich hier um Entschuldigung.
Egal wo ich hingehe, möchte ich stets den von mir verehrten historischen Persönlichkeiten meinen Respekt erweisen. So auch in Deutschland. Eines Tages, zwischen Zwinger und Semperoper, sah ich in einiger Entfernung ein Standbild und ging kurz entschlossen darauf zu. Ich wusste nicht, wer es ist. Lulu sagte mir, dass das Carl Maria von Weber sei. Das freute mich sehr. Ich weiß, dass Weber zehn Jahre lang in DD gelebt hat. Er war Generaldirektor des Opernhauses. Diese zehn Jahre waren auch seine schaffensreichsten. Nach seinem Ableben wurde er auch in Dresden beerdigt. Daher beschloss ich, an einem freien Tag sein Grab zu besuchen um seiner zu gedenken.
In den letzten zwei Tagen hat Lulu zu mir gesagt, dass DD auch einer der Wohnorte Friedrich Schillers war. Folglich sind wir an einem wolkenlosen Tag zu dritt, Lulu, ich und Professor Ren von der Zhengzhou Universität, zu Schillers Wohnort und Webers Grabstätte gefahren.
Professor Ren ist eine meiner Leserinnen. Als sie gehört hat, dass ich nach Dresden komme, hat sie mit mir Kontakt aufgenommen. Ich hatte gehört, dass sie eine Gastdozentin ist, und mich gefragt, wie alt sie wohl ist. Als wir uns dann trafen, schien sie kaum älter als eine Studentin. Allerdings ist sie eine waschechte Universitätsprofessorin, noch dazu eine Mathematikprofessorin, das hat mich echt umgehauen.
Schillers Dresdner Wohnstätte befindet in der Nähe des Blauen Wunders. Als ich das letzte Mal mit Yu Kuai hier war, sind wir an Schillers Haus lediglich vorbeigegangen.
Das ist wirklich ein sehr kleines Haus, bescheiden steht es am Straßenrand. Es hat nur ein Zimmer, (das lässt mich ganz plötzlich an das kleine Ein-Zimmer-Haus in Henry David Thoreaus „Leben in den Wäldern“ (1854) denken). Drinnen gibt es ein paar Bilder und einige wenige Bücher. Ein Angestellter sitzt dort und hat ein Auge auf alles. Er erzählt, dass Schiller hier zwei Jahre lang von der Unterstützung eines Gönners gelebt hat. Dieser Raum war Schillers Schreibstube. Seine Wohnstube ist jetzt eine Privatwohnung, die man nicht besichtigen kann.
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