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Hi, ich bin in Dresden (Teil 6)
Wuhan    I    Datum: 17.Aug. 2009
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Schlagworte: Station Wuhan    Schriftsteller-Austausch    Fang Fang    Dresden    
 
Ich habe bereits erzählt, dass Europas Ursprungsort des Porzellans, Meißen, hier im Freistaat Sachen liegt. Deshalb musste ich da unbedingt hin. Lulu hat mich begleitet.

Meißen ist ein kleines Städtchen in der Nähe DDs. Man kommt mit einer der vielen regelmäßigen Zugver- bindungen dorthin. Lulu und ich beschlossen den Zug um 10 Uhr zu nehmen und uns dafür in der Nähe des Neustädter Bahnhofs zu treffen. Den Weg dorthin kannte ich bereits durch meine tägliche Fahrt mit dem Bus recht gut. Daher wollte ich auch nicht, dass Lulu mich zu Hause abholt, alleine zum Bahnhof zu gelangen ist für mich mittlerweile ein Kinderspiel. Der größte Unterschied zwischen DD und zu Hause ist, dass ich hier täglich zu Fuß und mit dem Bus unterwegs bin.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in DD sind sehr praktisch. Solange man eine Monatskarte hat, erscheinen einem die Busse und Bahnen auf der Straße wie das eigene Zuhause, man kann ein- und aussteigen, wie es einem gefällt. Niemand kontrolliert die Tickets und nach dem Einsteigen findet man sofort einen Sitzplatz. Lulu sagt, dass es regelmäßige Routinekontrollen gibt. Wird dabei festgestellt, dass ein Ticket ungültig ist, muss man hohe Strafen zahlen. Aber mir ist solch ein Kontrolleur noch nie begegnet. Lediglich ab acht Uhr abends ist man verpflichtet, beim Einsteigen sein Ticket dem Fahrer zu zeigen. Denn nach acht Uhr haben alle Kontrolleure Feierabend. Aber man will natürlich trotzdem vermeiden, dass Leute schwarz fahren. Die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel in DD sind die Straßenbahn und die Oberleitungsbusse.

Die Straßenbahn ist unseren chinesischen Oberleitungsbussen sehr ähnlich, ein Unterschied ist die Größe, sie sieht wie ein Eisenbahnwaggon aus und es finden eine Menge Leute darin Platz. Die Gleise sind in die Straße eingelassen, und zwar so tief, dass sie andere Fahrzeuge nicht beeinflussen. Egal, ob Straßenbahn oder Oberleitungsbus, die Türen befinden sich immer auf etwa der gleichen Höhe wie die Plattform der Haltestellen, man kann auf gleicher Ebene ein- und aussteigen, das ist sehr komfortabel. Was wie eine Kleinigkeit erscheint, ist in Wirklichkeit sehr wichtig. Besonders ältere Generationen verzagen beim Anblick der Stufen mancher Busse und Bahnen. Aber das Allerwichtigste ist natürlich, dass die Busse pünktlich ankommen und abfahren. An jeder Haltestelle gibt es genaue Fahrpläne für jede Buslinie, die einem sagen, wann welcher Bus abfährt. So wird einem das Bus fahren hier sehr leicht gemacht.
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