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Hanju (Wuhan-Oper) Hanju ist eine Dramenform, die seit über 300 Jahren in Hubei, Hunan, Henan und Teilen von Shaanxi populär ist. Ursprünglich ist sie auch als „Chudiao“ (Hubei-Melodie) oder „Handiao“ (Wuhan-Melodie) bekannt. Den Name Hanju („Wuhan-Oper“) gab es erst um 1911. Hanju entspringt musikalisch zum einen aus der „Xipi“-Weise, bestehend aus „Qing“-Gesang („Qingqiang“) aus Shaanxi, welcher über Xiangyang nach Süden kam, und zum anderen aus der „Erhuang“-Weise aus Anhui. Diese beiden verschmelzen wiederum zum „Pihuang“. Die „Pihuang“-Melodien kamen während der Zeit der Qing-Kaiser Jiaqing und Daoguang nach Beijing und wurden von den Anhui-Ensembles dargeboten. Sie führten in Annahme der Kunqu und anderer Volksweisen unmittelbar zur Entstehung der Jingju – Pekingoper. Hanju gilt als nationales Kulturerbe.
„Die betrunkene Konkubine“ Dieser traditionelle Einakter mit Gesang und Tanz war ursprünglich unter dem Namen „Hundertblumen-Pavillon“ bekannt und entstand um 1722.
Tang-Kaiser Li Longji (685-762), im Volksmund auch als „Tang Minghuang“ bekannt , ist der Konkubine Yang Yuhuan völlig verfallen. Er verabredet sich mit Yuhuan zum Spaziergang im Hundertblumen-Pavillon, macht jedoch in letzter Minute einen Abstecher zur Nebenfrau Meifei. Yuhuan wartet vergebens und muss sich am Ende mit Schnaps begnügen. So ist sie bald betrunken. Bitter und unglücklich kehrt sie ins einsame Gemach zurück.
Yang Yuhuan: Ma Yaqin Orchestration: Fu Jiangning
Über die Hauptdarstellerin
Ma Yaqin, eine der wichtigsten Sängerinnen der jüngeren Generation der Provinz Hubei, lernte mit 11 Jahren systematisch die Kunst und Praxis von Hanju bei Meister Cheng Caiping und erhielt Unterricht bei Großmeister Chen Bohua. Im Alter von 19 Jahren wurde sie bereits Nationalpreis-Trägerin. Vor 2000 sang sie als Hauptdarstellerin des Provinz Hanju-Ensembles Hubei alle wichtigen Stücke des traditionellen Hanju Repertoirs.
Ab 2000 startete sie eine neue Karriere als Sängerin moderner chinesischer Opern und wurde bald darauf Haupt-Sängerin des Provinz Opernhauses Hubei. Sie nahm an einer Reihe von Gesangswettbewerben in der Provinz Hubei sowie in ganz China teil und gewann viele Preise. Seit 2008 spielt sie die Titelrolle in der berühmten Oper „Die Rote Garde zu Honghu“ und wurde zur „Hanying Vierter Generation“ gekürt. Mit dieser Rolle gewann sie auch den höchsten Schauspielpreis der Provinz Hubei – den „Peony-Preis“. Mehrfach war sie eingeladen, mit dem Oriental Symphony Orchestra unter Leitung des Chefdirigenten Peng Jiapeng zu konzertieren. Sie sang u.a. in Spanien und Norwegen.
„Wang Zhaojun“ Wang Zhaojun, die Schönheit aus Hubei, wurde zur Nebenfrau des West-Han Kaisers Yuandi auserwählt, erhielt jedoch nicht die Ehre, den Kaiser zu beglücken, da sie den Hofmaler Mao Yanshou nicht bestechen wollte. Indessen bat der Khan der Hunnen um Eheschliessung mit einer Frau der Han-Dynastie und Zhaojun meldete sich. Kaiser Yuandi bereute es zutiefst, als er die Wahrheit erfuhr, doch Zhaojun hatte sich bereits entschieden. Als Zhaojun die Grenze betrat und die Gräber von tausenden gefallener Soldaten sah, wusste sie genau, was sie tun musste: sich für den ewigen Frieden mit dem Khan der Hunnen vermählen.
Künstlerische Leitung: Chen Bohua Libretto: Zheng Huaixing Regie: Shi Yukun Musik: Chen Shouxin Musikalische Leitung: Fu Jiangning Wang Zhaojun : Wang Li Kaiser Yuandi : Xiong Guobao Chor und Orchester des Städtischen Hanju-Ensembles Wuhan
23.10.; Freifläche, Deutsch-Chinesische Promenade Wuhan
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