Die Anfänge der Band Letzte Instanz reichen bis ins Jahr 1996 zurück. Anfangs gern in die Mittelalter-Rockecke gedrängt, bewies das Septett sehr schnell, dass ihr Sound nicht so einfach zu kategorisieren lässt. Anleihen aus Rock, Folk, Gothic und Pop in einer ganz eigenen Mixtur macht die Brachialromantiker nicht nur zu einer sehr eigenständigen, sondern auch zu einer der erfolgreichsten Bands Deutschlands, denn egal, welcher Stilmittel sie sich bedienen, die Letzte Instanz trifft immer ins Herz.
Nicht zuletzt zielt die Instanz aber auch ins Hirn. In ihren Lyrics beschäftigt sich die Band mit dem Leben in all seinen Facetten. Sie thematisieren Sittenverfall und Werteinflation genauso wie sie auch Mut machen können, trotz bohrendem Finger in der Wunde.
Dass das die Hörerschaft zu schätzen weiß, beweisen die regelmäßigen Chartsplatzierungen ihrer mittlerweile zehn Alben sowie ihre ausverkauften Konzerttourneen. Gerade live demonstrieren die sieben Musiker – drei Sachsen, drei Bayern und ein zurzeit in Istanbul lebender Berliner – die Kraft ihrer Musik, sie ziehen das Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann und geben es erst nach Stunden glückselig wieder frei. Dabei ist es ganz egal, ob sie auf einer riesigen Open Air-Bühne klar machen, dass Rock’n’Roll immer noch laut sein muss, oder in einem intimeren Rahmen akustisch auf leise Zwischentöne setzen.
In der Besetzung Holly (Gesang), Muttis Stolz (Violine), Benni Cellini (Cello), Holly D. (Gitarre), Oli (Gitarre), Specki T.D. (Schlagzeug) und Michael Ende (Bass) führt ihr Weg nach einem sehr erfolgreichen Gastspiel im letzten Jahr in Guangzhou erneut nach China, nach Wuhan.