| |
Der Konzern Deutsche Post World Net, größtes Logistikunternehmen der Erde, hat sich in China frühzeitig positioniert. Das Tochterunternehmen DHL bietet seit 1986 in China den Expressversand ins Ausland an – lange vor allen anderen ausländischen Express-Dienstleistern. Seitdem dominiert DHL das internationale Transportgeschäft Chinas. Im Jahr 2005 baute DHL einen innerchinesischen Expressdienst auf, seit Januar 2007 sind 17 chinesische Städte durch tägliche Luftfrachtverbindungen vernetzt. Dabei investiert die Express- und Logistiktochter des Konzerns Deutsche Post World Net im großen Stil. In Shanghai errichtet DHL für 175 Millionen US-Dollar ein Luftdrehkreuz (Hub), das im Jahr 2010 fertig gestellt werden soll. Ebenfalls in Shanghai stellt DHL in der Logistics Management University jährlich 2.000 Studienplätze für eigene Mitarbeiter und die Mitarbeiter von Kunden bereit.
DHL trägt Geld, Verkehrsnetze und Wissen nach China, und auch Kompetenzen in der umweltschonenden Logistik. So werden umweltschonende Zustellfahrzeuge mit Elektro- und Hybridmotoren oder Biokraftstoff-Aggregaten von DHL überall auf der Welt erprobt. Besser noch als umweltschonende Antriebe ist, den Verkehr komplett zu vermeiden. Hier arbeitet das DHL Innovation Center in der Nähe der Hauptzentrale in Bonn zusammen mit Forschungsinstituten an Systemen, die Zustellrouten optimieren und aktuelle Verkehrsinformationen in die Tourenplanung von Fahrzeugen einfließen lassen. Das Projekt „Smart Truck“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Zustellfahrzeuge zu voll vernetzten, technologiegespickten intelligenten Fahrzeugen weiterzuentwickeln. Damit wird es möglich sein, die Kurierfahrer um Staus und Baustellen herumzulotsen. Zusätzlich beteiligt DHL die Kunden am Umweltschutz. Wie das geht? Mit dem CO2-neutralen GoGreen-Service. DHL berechnet den CO2-Ausstoß des Paketversands und gleicht die dabei entstehenden Emissionen über Klimaschutzmaßnahmen aus. Den Service führte DHL im Jahr 2007 in Europa ein und plant nun die Einführung in 17 asiatischen Ländern. Dazu bedient sich DHL einer dreigliedrigen Methode des Messens, des Reduzierens und des Ausgleichens.
Messen Das Carbon Management des Konzerns misst grammgenau die CO2-Emissionen für GoGreen-Produkte und -Dienstleistungen, die bei dem Transport von Sendungen und Gütern der Kunden entstehen. Dabei werden die Emissionen nach einer einheitlichen Methode bewertet, aufgeschlüsselt nach Strecke, Fahrzeugart und Kraftstoffverbrauch. Die entsprechende Emissionsmenge wird als "Soll" auf ein CO2-Konto gebucht. Die unabhängige Schweizer Zertifizierungsgesellschaft Société Générale de Surveillance SA (SGS) überprüft das Carbon Management jährlich.
Reduzieren DHL wird eine Reihe von Maßnahmen implementieren, um seine CO2-Emissionen weiter zu verringern. Die wesentlichen Hebel dabei sind die Optimierung der Luft- und Bodenflotten, die Steigerung der Energieeffizienz, die Entwicklung innovativer Technologien, die Motivation der Mitarbeiter und die Einbeziehung der Subunternehmer.
Ausgleichen Die CO2-Emissionen, die durch GoGreen-Produkte und -Dienstleistungen von Kunden entstehen, gleicht der Konzern über zertifizierte Klimaschutzprojekte aus. Bei den internen Projekten handelt es sich zum Beispiel um die die Solaranlage am neuen DHL-Drehkreuz in Leipzig. Zu den externen Projekten des Konzerns zählen eine Biomethangasanlage in Deutschland, die Förderung eines Laufwasserkraftwerks in Brasilien, die Wiederaufforstung illegal abgeholzter Regenwälder in Lateinamerika oder Solarenergieprojekte in Sri Lanka und Indien. |
|
|
|
|