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Filmvorführung: Netto
Datum: 30.Sep. 2008    
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Schlagworte: Station Guangdong    Filmfestival    Kultur    Berlin    
 
Der 15-jährige Sebastian lebt seit der Scheidung seiner Eltern bei seiner Mutter Angelika. Als diese von ihrem Freund Bernd schwanger wird und zu ihm zieht, geht er zu seinem Vater Marcel. Marcel ist arbeitslos, hat aber eine kleine Ladenfläche in seinem Mietshaus im Prenzlauer Berg in Berlin angemietet und versucht sich mit dem Verkauf von Alarmanlagen. Sein großer Traum ist es, Personenschützer zu werden. Zunächst will er Sebastian nicht aufnehmen, doch dann lernen sich beide wieder besser kennen und schätzen.

Sebastian versucht dabei wieder Ordnung ins Leben seines Vaters zu bekommen. Er hilft ihm beim Schreiben von Bewerbungen und versucht ihm sein ständiges Lamentieren über alles abzugewöhnen. Während dessen lernt Sebastian Nora kennen, die gerade Werbezeitungen austrägt. Er trifft sich mit ihr und die beiden werden ein Paar. Als er sie aber seinem Vater vorstellen will, hängt dieser gerade nach zu viel Bier über der Toilette. Die gerade gut entwickelte Beziehung zwischen Vater und Sohn scheint gefährdet, doch die beiden fassen sich wieder, nachdem Sebastian nach einem Kurzausflug zu seiner Mutter und ihrem Freund doch einsieht, dass diese nicht das richtige für ihn sind.

Durchzogen wird der Film mit der Musik von Peter Tschernig, der einst in der DDR als „Johnny Cash des Ostens“ galt. Der Künstler bekommt zum Abschluss noch einen (stummen) Gastauftritt.

Der junge Filmstudent Robert Thalheim wurde für sein Erstlingswerk von vielen Seiten gelobt. So sprach "Die Zeit" vom Idealfall eines Debüts und die "FAZ" von zauberhaften improvisierten Passagen.
Bei der Berlinale 2005 gewann der Film den deutsch-französischen Preis „Dialogue en perspective“, der für junges, deutsches Kino vergeben wird.

Der Film gewann außerdem in Saarbrücken den Max-Ophüls-Preis in der Kategorie Förderpreis Langfilm.

In Ludwigshafen gewann der Film 2005 den Filmkunstpreis beim neuen Festival des deutschen Films als bester deutscher Film.

11. Dezember, 20:45
Libreria Borges, Institute for Contemporary Art, 7, Yile Yi Xiang, Yile Road

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