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Zum deutschen Nationentag besucht Bundespräsident Horst Köhler auf der EXPO 2010 in Shanghai den Chinesischen Pavillon und die deutschen Beteiligungen. Sein Besuch zeigt die Bedeutung von Weltausstellungen in der heutigen Zeit, denn die EXPO ist ein lebendiges Ereignis, mit einer wichtigen Botschaft: Sie lautet „Better City, Better Life“. Die Visite des höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland ist von einem Rahmenprogramm begleitet, das einen Querschnitt durch die deutsche Jugendkultur zeigt. Auf der EXPO-Bühne spielt deutscher Pop, Hip-Hop und Klassik. Neben 2raumwohnung haben sich ehemalige Fußball-Nationalspieler wie Rudi Völler und Jupp Heynckes angekündigt. Beim Abendempfang wird Konrad Küchenmeister Töne und vielleicht auch den einen oder anderen der rund 2.000 Gäste „aufmischen“.
Deutschland steht mit seinem Pavillon „balancity“ am 19. Mai 2010 im Rampenlicht. Der wichtigste Gast am deutschen Ehrentag ist wohl Bundespräsident Köhler. Zum Auftakt seines Besuches erklingt die deutsche Hymne und die Nationalflagge wird gehisst. Das deutsche Staatsoberhaupt besichtigt den Chinesischen sowie den Deutschen Pavillon „balancity“. Dessen Generalkommissar, Dietmar Schmitz, zeigt bei seiner Führung durch „balancity“ dem Bundespräsidenten, wie Deutschland über Unterhaltung und interaktive Exponate eine lebenswerte Stadt im Gleichgewicht präsentiert. Dabei geht es um „die Kompetenz der Bundesrepublik Deutschland als Wirtschaftsnation, als Innovationsführer und last but not least auch als attraktives Reiseland“, so Schmitz.
Anschließend besucht Köhler das „Deutsch-Chinesische Haus“. Dieses aus südchinesischem Riesendrachen-Bambus konstruierte Gebäude repräsentiert die Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. Die Schirmherrschaft haben der chinesische Staatspräsident Hu Jintao und Horst Köhler gemeinsam übernommen. Drei Jahre lang haben Chinesen und Deutsche Ideen für grüne und lebensfreundliche Städte entwickelt. Auf der anderen Flussseite besichtigt Köhler am darauf folgenden Tag die Urban Best Practices Area. Westlich des Huangpu-Flusses präsentieren sich Beispiele positiver Stadtentwicklung. Bundespräsident Köhler schaut bei den Ausstellungen der Städte Freiburg, Düsseldorf und Bremen sowie im Hamburg House vorbei.
Neben dem offiziellen Staatsakt am Vormittag gibt es auf der Bühne am Sun Valley Plaza auch etwas zu hören. Deutschland zeigt mit den verschiedensten Vertretern urbaner Jugendkultur, dass auch deutsche Nachwuchskünstler Exportpotenzial haben. Nach dem Auftritt vom Oktett des YoungEuroClassic-Orchesters, das Mozarts „Gran Partita“ spielt, nimmt der Hip Hop Stützpunkt Berlin die Mozart-Melodien auf und leitet mit einem Human-Beat-Box-Auftritt zu Liedern wie „Sexy Girl“ und „36 Grad“ vom Pop-Duo 2raumwohnung über. Der Hip Hop Stützpunkt Berlin zeigt auch Breakdance-, BeatBox- und Rap-Performances.
Auf der Bühne am Sun Valley Plaza gibt es außer dem halbstündigen offiziellen Kulturprogramm zusätzlich ein Konzert für alle: am Nachmittag treten Inga Humpe und Tommi Eckart, die sich in China mit 2raumwohnung bereits einen Namen gemacht haben, für die Besucher der EXPO eine Stunde lang live auf. Am Pavillon selbst „macht der Hip Hop Stützpunkt Berlin Alarm“, so Akim Walta, der für die Hip-Hop-Show verantwortlich ist. Zwischen 13 und 16 Uhr gibt es für die Besucher vor „balancity“ Freestyle Rap, Human BeatBoxer und Breakdance sowie Graffiti-Sprayer zu sehen.
Heute schon den deutschen Bundespräsidenten getroffen? Während des Nationentages ergibt sich für 960 Schüler und Lehrer der Deutschen Schule in Shanghai eine nicht ganz alltägliche Gelegenheit: Sie sind eingeladen, mit Köhler zusammen die Energie-Show anzusehen. Während der Höhepunkt von „balancity“, die interaktive Kugel in der Energiezentrale, von den Besuchern durch Rufen und Klatschen bewegt wird, schauen zum Nationentag noch andere Ballprofies vorbei. Frühere Nationalkicker wie Rudi Völler, Tobias Rau, Marko Rehmer und der jetztige Trainer von Bayer Leverkusen, Jupp Heynckes, besuchen den Deutschen Pavillon und lassen sich im Deutschen Restaurant verköstigen.
Der Deutsche Pavillon lädt am Abend des 19. Mai 2010 rund 2.000 Gäste ein. Für den Empfang bietet das Shanghaier „Red Town“, eine ehemalige Fabrikhalle, das ideale Ambiente. Dieses Gelände der „roten Stadt“ steht für den Wandel von der Industrialisierung in Ballungszentren zu Orten der Begegnung und der Kreativität. Damit passt es ideal zum Motto der EXPO: „Bessere Stadt, Besseres Leben“. Hier lässt Köhler nochmals den Tag Revue passieren. Ein Programmpunkt der Abendgestaltung ist der auf Initiative von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ entstandene Auszug aus Bertold Brechts „Kaukasischem Kreidekreis“ in Form einer Sichuan-Oper.
Zudem zieht Konrad Küchenmeister mit seinen einzigartigen urbanen Tönen das Publikum in seinen Bann. Der Berliner aus der Untergrundmusikszene komponiert, arrangiert und kreiert live auf der Bühne. Nacheinander spielt er quasi als Ein-Mann-Orchester verschiedene Instrumente ein, um sie in seiner Loopstation (Loop steht für Schleife) zu mixen. Zwischen dem 17. und 22. Mai 2010 erzeugt Küchenmeister abstrakte Geräusche mit Flaschen, Töpfen, Schüsseln, Kochlöffeln, Keksbüchsen oder Milchschäumern auf der Bühne des Deutschen Pavillons. Ein Film mit und über ihn ist bis zum 31. Oktober 2010 im Raum „Der Stadtplatz“ von „balancity“ zu sehen. 
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