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Kleinstes Bauwerk und größte Besonderheit: Das „Deutsch-Chinesische Haus“ ist ein Schmuckstück auf der Weltausstellung
Schon von weitem strahlt es einen an. Filigran, grazil und unprätentiös steht das „Deutsch-Chinesische Haus“ inmitten deutlich korpulenterer Bauwerke, nur wenige Gehminuten vom Deutschen Pavillon entfernt. Der Münchener Installationskünstler Markus Heinsdorff hat für „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ ein Gebäude aus chinesischem Bambus geschaffen, das auf dem EXPO-Gelände seinesgleichen sucht.
Allein die Tatsache, dass das „Deutsch-Chinesische Haus“ auf der EXPO steht, ist ungewöhnlich. Denn der Bauherr „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ ist eine Veranstaltungsreihe und entspricht damit nicht den herkömmlichen Kriterien für einen Auftritt auf der Weltausstellung. Teilnehmer der EXPO sind normalerweise Staaten und Städte, internationale Organisationen und Unternehmen. „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ gilt in Shanghai daher als eine „besondere Struktur“. Die Veranstaltungsreihe, die unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und Staatspräsident Hu Jintao steht, ist der einzige zwischenstaatliche Auftritt auf der Weltausstellung. Eine weitere Eigenheit: Das „Deutsch-Chinesische Haus“ ist eine der ganz wenigen tragenden Bambus-Konstruktionen auf der EXPO. Der Münchener Markus Heinsdorff hat für das zweistöckige Gebäude südchinesischen Riesenbambus verwandt. Bambus ist eine außerordentlich schnell nachwachsende Pflanze und daher ein ressourcenschonender Rohstoff. Das „Deutsch-Chinesische Haus“ ist ein Beispiel für kreative Architektur aus umweltfreundlichem Material.
Im Inneren des „Deutsch-Chinesischen Hauses“ geht es um nachhaltige Stadtentwicklung, das Schwerpunktthema von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. In einem interaktiven Spiel, das die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen mit der Kunstakademie Peking entwickelt hat, können die Besucher eine Stadt der Zukunft selbst gestalten. Bitte klicken Sie hier, um zur Microsite zu gelangen.
Drei Jahre lang haben sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Stadtplanung, Kultur, Bildung und Wissenschaft intensiv mit urbanen Fragen befasst und im deutsch-chinesischen Dialog zukunftsfähige Lösungen für Verstädterungsprozesse entwickelt. „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ hat dazu zwischen 2007 und 2009 in fünf wichtigen chinesischen Regionalmetropolen Station gemacht. 1,3 Millionen Bürger Chinas haben teilgenommen. Die EXPO 2010 in Shanghai ist die sechste und letzte Station dieser bislang größten deutschen Veranstaltungsreihe im Ausland.
Außer im „Deutsch-Chinesischen Haus“ ist „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ auf der Weltausstellung im Forum des Deutschen Pavillons vertreten. Hier stellt die Veranstaltungsreihe zehn herausragende Beispiele deutsch-chinesischer Zusammenarbeit bei nachhaltiger Stadtentwicklung vor. Außerhalb des EXPO-Geländes umfasst das Programm von „Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung“ u. a. die „Urban Akademie“, bei der sich Schriftsteller, Architekten, Beamte, engagierte Bürger, Ingenieure und Manager beider Länder zum Fachaustausch treffen. Im September werden die 40 besten Urbanisierungsprojekte Chinas im Shanghaier Himalaya-Museum ausgestellt. Weitere kulturelle Höhepunkte sind zwei deutsch-chinesische Theaterproduktionen: Am 19. Mai, dem Deutschen Nationentag auf der EXPO, stehen Auszüge aus der in Chongqing produzierten Sichuan-Oper nach Brechts „Der Kaukasische Kreidekreis“ auf dem Programm. Mitte Juli folgt die in Kanton entstandene chinesische Fassung des Berliner Musicals „Linie 1“.
Träger von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ ist das Auswärtige Amt. Kooperationspartner sind der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA), die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Goethe-Institut, das zugleich die Projektleitung hat. „Offizielle Partner“ sind Allianz, BASF, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL und Siemens. Darüber hinaus sind mehrere Bundesministerien, Bundesländer, Städte, weitere Unternehmen und Institutionen beteiligt. Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt vom Außenministerium der Volksrepublik China, den Regierungen der jeweiligen Provinzen und Städte, sowie vielen anderen chinesischen Institutionen.
Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung Station EXPO 2010 Shanghai
„Deutsch-Chinesisches Haus“ 1. Mai bis 31. Oktober 2010 EXPO-Gelände, Zone C, C07
Gesichter von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ im Forum des Deutschen Pavillons 1. Mai bis 31. Oktober 2010 EXPO-Gelände, Deutscher Pavillon (Zone C)
„Urban Akademie“ Beispiele aus dem Programm: • Geschichte mit Zukunft verbinden: Erhalt von Kulturerbe und Altbausanierung, Best Practice aus China 8. Mai, Tongji-Universität • Die Öko-Stadt: Lokale und Internationale Sichten (mit Albert Speer und anderen internationalen Gästen) 26. Mai, Goethe-Institut Shanghai • Fengshui und Bauhaus: Asiatische und westliche Kulturtraditionen heute 27. Mai, East China Normal University
Pressekontakt vor Ort
Antje Bonhage Auswärtiges Amt, Kommunikation „Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung“ Mobil: +86-151 1697 5790 E-Mail: antje.bonhage@diplo.de; duc.communication@gmail.com
Nilar Ma Goethe-Institut (China) Mobil: +86-131 2752 4081 E-Mail: nilar.ma7@gmail.com
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