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Gibt es in China eine Art deutsches Reinheitsgebot? Das deutsche Reinheitsgebot wird hier nicht angewendet. Das kommt einfach aus der Tradition, weil hier andere Rohstoffe verfügbar sind als in Deutschland. Man nimmt die Getreideart, die sich am besten mit der Gerste kombinieren lässt und mit der man auch ein gutes Bier brauen kann. Im Falle von Asien ist das eben Reis oder eventuell auch Mais. So hat jede Region ihre eigene Spezifität und dann auch ihre eigenen Rohstoffe. Man nimmt eben das, was vor der Haustüre wächst.
Welches chinesische Bier schmeckt Ihnen am besten? Ich habe schon mehrere probiert. Was mir auffällt ist, dass sie in der Stammwürze nicht so stark wie die deutschen Biere sind und zum Teil einen ausgeprägten Ester-Geschmack mitbringen. Was mir sehr gut geschmeckt hat, war das Yanjing-Bier und auch Tsingtao kann ich empfehlen.
Was haben Sie für einen Eindruck von der Deutsch-Chinesischen Promenade? Ich bin überrascht, wie viele Besucher sich bis jetzt dort eingefunden haben und vor allem, was da abends noch los ist – ich war richtig verblüfft, dort abends noch große Menschenmengen zu sehen. Das Informationsbedürfnis ist riesig. Es läuft meines Erachtens wunderbar!
Gibt es eine direkte Kooperation zwischen der Brauereifachschule Wuhan und der TU Bergakademie Freiberg oder der Brauhaus AG Freiberg? Noch nicht, wobei ich hier keine Interessen der Brauerei verfolge, weil wir selber kein Bier exportieren und auch keine Lizenzen herausgeben. Was die Bergakademie angeht, wäre es denkbar, dass Studenten hier aus Wuhan einen Abschluss als Bachelor in Freiberg machen können. Die Modalitäten hierzu müssen aber erst noch geklärt werden. In erster Linie ging es bei diesem Besuch um das gegenseitige Kennenlernen und ich bin überwältigt, wie gastfreundschaftlich und zuvorkommend ich von den chinesischen Partnern und Freunden hier in Wuhan aufgenommen wurde. Da kann ich nur sagen: vielen, vielen Dank! 
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