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Aus luftiger Höhe begrüßt Stefan Schicklgruber alias Clown Chicco die Besucher der Deutsch-Chinesischen Promenade in Shenyang. In rund drei Metern Höhe stellt er sich den Fragen von Deutschland-und-china.com.
Herzlich willkommen hier auf der Promenade, Stefan Schicklgruber alias Clown Chicco. Hi.
Ein wahnsinniges Programm: Du bist seit fünfzehn Jahren auf Stelzen unterwegs. Ist das schwer, ist das gefährlich? Ja, es ist gefährlich, macht aber auch unglaublichen Spaß. Und ab und zu schnall ich mir die Stelzen schon noch ab: beim Schlafen, beim Essen.
Du siehst, hier in China haben wir ein relativ umfangreiches Publikum. Sehr neugierig, auf Tuchfühlung, ohne Scheu oder Bescheidenheit. Ist das ein anderes Publikum, eine andere Reaktion als in Deutschland? Gibt es da überhaupt Unterschiede? Ich denke schon, dass es sehr große Unterschiede gibt. Wenn man in die Augen der Leute sieht, merkt man, dass alles, was man tut, aufgesogen wird. Die Menschen sind begeisterungsfähig, aber natürlich auch kritisch. Man muss schon auch irgend etwas können. Denn es gibt diesen tollen Spruch: Kunst kommt von Können und nicht vom Wollen, sonst hieße es Wulst. Es macht unendlich Spaß und die Leute sind ganz, ganz herzlich.
Deine Stelzen sind nicht die normalen Stelzen, mit denen man als Kind über den Kindergeburtstag hüpft. Sie sind eine Spezialanfertigung, oder? Ich habe mir die Stelzen speziell in Frankreich bauen lassen. Sie sind mit Luft gefüllt, neun Bar, mehr als in einem LkW-Reifen. Damit wird der Druck erzeugt, um auch Sprünge zu machen.
Du bist offiziell staatlich anerkannter Clown. Diplomiert! (lacht)
Erzähl mal, wie funktioniert das, wo geht das in Deutschland? Ich hab die Ausbildung für Clown und Komik in Hannover an der TuT-Schule gemacht und habe sie gut anderthalb Jahre besucht und mit Erfolg abgeschlossen. Danach hat man eben so ein staatliches Zertifikat, eine staatliche Anerkennung, eine Art Diplom.
Hier in Shenyang trittst du als Clown Chicco auf. Erzähl uns, wer ist Chicco, was macht er, wo kommt er her? „Chicco“ kommt aus dem Italienischen und heißt „kleiner Junge“. Ich habe diese Figur des kleinen Jungens deshalb gewählt, weil der Clown sehr verspielt ist, aber dennoch groß ist: der kleine, große Junge. Ich interagiere mit dem Publikum, ich jongliere, ich springe Seil mit einem kleinen Mädchen oder einem kleinen Jungen. Und wenn es besonders gut klappt, springen wir zu zweit über ein Seil.
Es gibt einen Teil des Programms, wo du dich sogar fallen lässt. Muss man da nicht seine Scheu überwinden? In welcher Höhe befinden wir uns jetzt? Knappe drei Meter.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde von dieser Leiter runterspringen oder auf die Knie gehen, auch mit Knieschonern würde ich das nicht wagen. Da ist ein kleiner Trick dabei. Den verrate ich aber jetzt nicht. Ihr könnt ihn nachher sehen. Es tut nicht weh. 
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