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Wie passen Dudelsack und E-Gitarre zusammen? Was hat es mit dem Namen SuidAkrA auf sich? Arkadius Antonik, Sänger und Gitarrist der Düsseldorfer Metal-Band beantwortet die Fragen im Gespräch mit Deutschland-und-china.com.
Ihr spielt in Wacken, dem weltgrößten Metalfestival. Jetzt spielt ihr in Shenyang. Was ist es für ein Gefühl, vor chinesischem Publikum zu stehen? Es ist unbeschreiblich. Wir wussten nicht, was uns erwartet, weil wir das erste Mal in China spielen. Gerade, weil es mitten in der Stadt in einem Park stattfand, wussten wir auch nicht, wie viele Leute erscheinen und wie sie reagieren würden. Wir haben einiges erwartet, aber nicht das, was heute hier abgelaufen ist. Wir sind sehr beeindruckt von diesem Land und von den Leuten und wurden herzlichst empfangen. Wir freuen uns, wenn wir die Glegenheit bekommen, nochmal wiederzukommen.
Ihr macht ja eine Musik, die in China noch eher unbekannt ist. Es stimmt schon, dass sich die Tore gerade für den Metal-Bereich in China erst öffnen. Daher wussten wir auch nicht, was wir erwarten sollten. Was hier heute abgegangen ist, war unglaublich. Die Absperrungen wurden umgeworfen. Es gab Mosh Pits (gewaltlose Rangelleien im Publikum; Anm. D. Red). Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich denke, dass es eine Mischung aus vielen Faktoren ist, warum die Leute dann wirklich so „abgehen“. Das hatte natürlich den negativen Nebeneffekt, dass wir die Show vorzeitig beenden mussten. Aber die Sicherheit der Fans geht uns natürlich vor.
Ihr macht Musik mit irischen und schottischen Einflüssen. Auf der einen Seite spielt eine E-Gitarre, das ist Vollstoff, auf der anderen ein ganz zartes Instrument wie eine Blechflöte. Wie passt das zusammen? Als wir anfingen mit der Band, war uns klar, dass wir keine reine Knüppelkombo, nur Metal von vorne bis hinten, sein wollten. Das wär uns als Musiker einfach zu langweilig. Insofern haben wir versucht, mit verschiedenen Sounds zu experimentieren. Wir haben auf jedem Album Akkustik-songs. Von Album zu Album hat sich das gesteigert. Wir haben dann auch echte Dudelsäcke und Tin Whistles (Blechflöten; Anm. d. Red.) mit dazu genommen, um uns auch als Künstler die Motivation zu bewahren. Sonst läuft man sehr schnell Gefahr, sich zu langweilen. Wir sind jetzt hier nach fünfzehn Jahren und neun Studioalben und haben immer noch Spaß wie beim ersten Mal.
Jetzt muss ich natürlich noch ein Rätsel auflösen. Der Bandname heißt SuidAkrA. Du bist Arkadius. Wenn man Zwei und Zwei zusammen zählt, stellt man fest, dass es der gleiche Name rückwärts gelesen ist. Was haben sich deine Eltern damals gedacht? Ich weiß nicht, was sie sich dabei gedacht haben. Es sollte etwas Besonderes werden. War es auch im Endeffekt. Ohne den Namen würde die Band jetzt nicht SuidAkrA heißen. In der Kindheit war es manchmal ein bisschen nervig, etwa bei Beamtengängen. Da kommt immer wieder die Frage: „Ein ungewöhnlicher Name, wo kommt der denn her?“ Nach dreißig Jahren ist man das dann schon ein wenig satt. Aber es macht immer noch Spaß, den Leuten das zu erklären. 
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