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Wie lange ging dieser Workshop und woran haben Sie im Speziellen gearbeitet? Takao: Wir haben neun Tage lang versucht, verschiedene Stile aus verschiedenen Bereichen, sei es Hip Hop, Ballett oder chinesischer Folkloretanz mit modernem Tanz zu mischen. Deshalb haben wir unseren Tanz auch „Metamorphose“ genannt, weil wir versucht haben, die klassische Ästhetik des Balletts mit dem Gefühl und der Musik des Hip Hop zu verbinden und so in Zusammenarbeit mit unseren Schülern etwas völlig Neues zu schaffen.
Wie hat sich die Zusammenarbeit mit den Schülern gestaltet, welche Schwierigkeiten gab es? Takao: Natürlich stellte die Sprachbarriere ein Problem dar, was viel Zeit in Anspruch genommen hat, ohne Dolmetscher hätte es wohl kaum so gut funktioniert. Obwohl man hier auch andere Wege findet, sich miteinander zu verständigen. Espiritu: Das ist eben das Schöne am Tanz, man kann sich ausdrücken ohne reden zu müssen.
Was für Schwierigkeiten hatten die Schüler im Umgang mit dem neuen Konzept? Takao: Es war natürlich alles sehr ungewohnt, die ganzen Bewegungsabläufe und auch das Gefühl beim Tanzen sind völlig anders als alles, was die Studenten hier vorher gemacht haben. Außerdem stellt dieser Workshop auch eine hohe zusätzliche Belastung neben dem regulären Unterricht dar. Espiritu: Es ist oft so, dass es mehr Energie kostet, etwas Neues zu lernen, vor allem, wenn man in so kurzer Zeit so viel neuen Input erhält.
Was nehmen Sie aus diesem Workshop mit zurück nach Deutschland? Takao: Dieser Workshop war ja so eine Art Pilotprojekt. Ich hoffe, dass in Zukunft mehr solcher Projekte statt finden und auch mal chinesische Choreographen nach Deutschland kommen können. Wir haben hier sehr schöne Stile kennen gelernt, die in Deutschland noch unbekannt sind, besonders die chinesischen Folkloretänze geben einiges her, was man mit modernem Tanz verbinden kann. Wir als Künstler leben ja davon, uns von unseren Erfahrungen inspirieren zu lassen und diese in unseren Performances wiederzuspiegeln. Diese Art des Austauschs finde ich sehr spannend und werde das in Deutschland auf meine Art verarbeiten. 
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