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Mit ausdrucksstarken Gesten und vielen „Pampam-“ und „Dadada-“ Geräuschen erklären der aus Japan stammende Choreograph Takao Baba, 35, und seine Kollegin Nadia Espiritu, 30, ihren Schülern, wie sie sich ihr Hip Hop-Ballett vorstellen. Rund 20 Studenten aus dem Bereich Choreographie der Musikakademie Shenyang nehmen an dem Workshop „Hip Hop meets Ballett“ teil. Das Programm ist eine Kooperation des Goethe-Instituts mit dem Tanzhaus NRW, dem Takaos eigene Company E-Motions angehört. Deutschland-und-china.com sprach mit Takao und Espiritu über ihre Eindrücke und den Unterschied zwischen Hip Hop und Ballett.
Wie sind Sie zum Tanz gekommen und was haben Sie bisher in diesem Bereich gemacht? Takao: Eine klassische Tanzausbildung in dem Sinne habe ich nie erhalten. Angefangen habe ich als Autodidakt mit Hip Hop und bin später durch das Besuchen von Klassen und Workshops auf andere Stile, wie zeitgenössischen Jazz und auch Ballett, eingegangen. Früher habe ich viel in der kommerziellen Branche gearbeitet, für Künstler wie Jamilia und die Spice Girls. Seit 2004 arbeite ich mehr als Choreograph und Tänzer im zeitgenössischen Tanz-Theaterbereich. Espiritu: Ich habe einen ähnlichen Werdegang wie Takao, nur dass ich früher gesungen habe und dann durch den Gesang zum Tanz gekommen bin. Seit rund sieben Jahren unterrichte ich in Deutschland und mittlerweile auch weltweit, bin außerdem ein Teil der Company E-Motions und auch choreographisch tätig.
Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Hip Hop und Ballett? Takao: Beides ist Tanz. Ich kann aus der Hip Hop-Szene kommen und trotzdem Ballett tanzen. Dem Tanz an sich sind keine Grenzen gesetzt, was zählt ist die Einstellung und die Offenheit Neuem und Anderem gegenüber. Für mich kann ein Balletttänzer auch ein Hip Hop-Tänzer sein. Espiritu: Das ist auch durchaus nichts Neues. Es gibt Balletttänzer, die die Hip Hop Kultur sehr geprägt und auch neue Stile kreiert haben, die von der Kultur aufgenommen wurden und heute nicht mehr weg zu denken sind.
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