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Die Licht-Video-Installation „Shaolin Si“ des deutschen Künstlers Tobias Zaft auf der Deutsch-Chinesischen Promenade ist zunächst vor allem: groß und grün.
Auf einer Leinwand in der Mitte des Tempels sind Umrisse von Menschen zu sehen. Viele Besucher stehen vor der bestrahlten Leinwand und beteiligen sich an dem Schauspiel, in dem sie seitlich in die Installation hinein gehen und ihre eigenen Schatten mit denen der Animation vermischen oder vergnügte Fingerschattenspiele auf die Folie projezieren.
Die Licht-Video-Installation besteht aus einer dünnen Folie, welche über ein Metallgerüst gespannt wird. In der Mitte befindet sich eine Rückprojektionsleinwand, auf welcher Videos von Schattenspielen gezeigt werden. Wenn Leute zwischen dem Projektor und der Leinwand stehen, ist auch ihr Schatten auf letzterer zu sehen. Deutschland-und-china.com traf den Künstler vor Ort.
Warum haben Sie „Shaolin Si“ als Thema für Ihr Kunstwerk gewählt? Eine Besonderheit meiner Installation ist, dass sie der Form eines Tores ähnelt, ich brauche die Vorher-Nachher Reaktionen der Menschen. Die Leute vor dem Tor sehen die Schatten, wissen aber nicht, was dahinter passiert und glauben, dass sich dort auch jemand aufhält. Wenn sie dann hinter das Tor gehen, sehen sie, dass sie sich geirrt und nur einen Film gesehen haben. Gleichzeitig können sie sich selbst integrieren, indem sie hinein gehen. Deshalb ist die Tor-Form sehr wichtig. Andererseits denkt man bei dem Thema Shaolin Tempel in der Regel gleich an Kungfu, und das ist natürlich auch eine Kunstform. Es ist kein Kampfsport in dem Sinne, sondern mehr eine Kunst, die der Verteidigung dient. Bei meiner Kunst geht es darum, dass Kulturen aufeinander treffen und sich nicht bekämpfen, sondern sportlich, freundschaftlich miteinander umgehen, ähnlich wie im Kungfu.
Waren Sie schon einmal im Shaolin Tempel? Leider habe ich den echten Shaolin Tempel noch nicht selbst gesehen.
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